Get Adobe Flash player

Ried

 Bild: Blick vom Schluchteingang zur Fundstelle

Mineralien:

Bergkristall, Calcit, Pyrit

Ausgangsort:

Ried beim Lift auf das Sattele

 

Anreise und Erreichbarkeit:

Aus Richtung Innsbruck kommend verlassen wir die Autobahn E 60 am Knoten Oberinntal und folgen auf der B180 in Richtung Italien/Schweiz/Meran/St.Moritz/Bregenz/Arlberg/Zams Landeck, weiter auf der teilweise gebührenpflichtigen Reschen Straße (Reschentunnel) über Fließ, Prutz bis nach Ried im Oberinntal.

Am Liftparkplatz in Ried stellen wir das Auto ab und befinden uns auch schon kurz vor dem Fundgebiet.

Wir gehen in Richtung der vom Bach tief eingeschnittenen Klamm. Am Eingang zur Klamm befinden wir uns bereits nach wenigen Minuten im Fundgebiet.






Fundgebiet und Fundmöglichkeiten:

Die erste Fundstelle befindet sich rechts direkt am Eingang in die Schlucht. In den Felsen sind geöffnete Klüfte zu sehen. Grabungsspuren am angrenzenden Hang zeugen von Sammelaktivitäten. Hier können bereits die ersten Funde gemacht werden. Die vorkommenden Mineralien können an den von Sammlern liegengelassenen Stücken erkundet werden. Weitere Fundmöglichkeiten bieten sich in den Felsen entlang des gesamten Bachlaufes. Jedoch ist das Begehen entlang des Baches nur sehr schwer möglich. Man muss immer über das steile bewaldete Gelände ausweichen und nach einer Abstiegsmöglichkeit zum Felsigen Bachlauf suchen. Auch im steilen unwegsamen Gelände auf der rechten Seite (Orthografisch links) des Bachlaufes bestehen Fundmöglichkeiten. Auf den im Wald verstreuten Felsen findet man nicht selten großflächige Calcitkristalle. Auch wenn das Gebiet auf Grund seiner schnellen Erreichbarkeit gut abgesucht ist, werden immer noch schöne Funde gemacht. Die Möglichkeit Bergkristalle oder Calcitkristalle zu finden steigt, je weiter man den Bachlauf folgt. Die besten Fundmöglichkeiten bestehen jedoch direkt im Schluchtgelände.


Wissenswertes und Tipps:


Als wir das Fundgebiet das erste mal aufsuchten, durchkämmten wir Wald und Bachlauf mehrere Stunden. Wir konnten ein paar kleinere Spalten öffnen, jedoch hielten sich die Funde in Grenzen. Zurückgekehrt am Beginn der Klamm, grub ein Sammelfreund, mehr aus Frust als gezielt, neben den bereits geöffneten Klüften und schon nach kurzem Graben kamen die ersten kleinen Bergkristallgruppen zum Vorschein.

Kaum erreichte er den Fels, zeigte sich schon eine stattliche Kluftspalte. So wurde aus diesem Tag doch noch ein guter Sammeltag, und wir alle vier konnten uns über schöne Kristallstufen mit Calcit freuen.
Fazit: Ohne Graben ist in diesem Fundgebiet fast kein Fund mehr zu machen. Alle Stellen mit Kluftzeichen sind meist untersucht. Calcitkristalle können jedoch in den Felsen im Wald noch gut gefunden werden. Bergkristallfunde sind durchaus möglich und werden jedes Jahr gemacht. Dies ist jedoch meist mit harter Arbeit verbunden. Es ist auch ratsam ein ca. 20 Meter langes Seil mitzunehmen, um sich für schwierige Abstiege in das Bachbett zu sichern. Um die Felsen und sehr steilen Abbrüche in das Bachbett zu untersuchen, braucht man ebenfalls ein Seil. Weiteres ist ein nicht zu leichter, stabiler Pickel unbedingt erforderlich. Hammer, Meißel und Kratzer gehören ja zur Standartausrüstung.

(Bild: Zentimetergrosse Calcitkristalle auf einem Felsen)


Sudleskopf im Kaunertal

Am W-Hang des Kaunertales S vom Sudleskopf (2522 m) trifft man in 2500 m ü.d.M. auf zwei verbrochene Stollen mit Halden und Reste einer Knappenhütte. MUTSCHLECHNER(1956) weist darauf hin, dass im Jahre 1703 unter den Erzvorräten der Hütte in Brixlegg auch 30 Zentner Bleierz vom Kreuzjöchl = Sudleskopf waren, mit folgender Erzmineralparagenese: Bleiglanz, Pyrit Kupferkies, Arsenkies, Magnetkies, Zinkblende, Boulangerit, Fahlerz, Bournonit, Markasit, Covellin

 

(Bild: Geöffnete Kluft in der Schlucht)