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Navis - Knappenkuchl

 Blick zur "Oberen Knappenkuchl"

 "Obere Knappenkuchl"


Ausgangsort: Navis

 

Anreise: Innsbruck, Wipptal bis Matrei a. Brenner

Von Innsbruck aus über die A13 (Brennerautobahn) bis Matrei a. Brenner. Bei Matrei verlassen wir die Autobahn und Fahren durch das Navistal (Kerbtal) bis zur Ortschaft Navis. Am Dorfplatz von Navis biegen wir links ab und folgen den Wegweisern Richtung Peeralm. Am beginn des Forstweges rechts halten und nach ca. 30m auf dem dortigen Parkplatz parken. Es ist auch möglich, auf dem Forstweg bis zur Peeralm zu fahren. Man muss dabei jedoch bedenken, dass ein Forstweg mit Fahrverbot benützt wird.

Erreichbarkeit und Fundgebiet

Über den Forstweg geht es recht gemütlich bis zur Peeralm. Diese passierend folgen wir dem Forstweg in Richtung Klammalm. Die bewirtschaftete Klamm Alm, 1947 m, erreichen wir vom

Parkplatz ausgehend nach ca. 2 Stunden, und von der Peeralm nach ca. 1 Stunde Fußmarsch aufdem Forstweg.Von der Klammalm geht es über einen Almweg in Richtung Naviser Jöchel. Wir wandern auf diesem Almweg bis ein Bach den Weg schneidet. Rechter Hand sehen wir schon eine große teilweise mit Almrosen bewachsene Halde. Am oberen Ende der Halde ragt ein von Knappenlöchern ausgehöhlter Felskopf empor. Das an den Felskopf anschließende Massiv steht wie eine Insel in einer Wassereichen, sumpfigen Hochebene. Wir befinden uns in der oberen Knappenkuchl (2.150 m).

Das Fundgebiet der oberen Knappenkuchl befindet sich im militärischem Übungsgebiet. Das Felsmassiv mit den Knappenlöchern sowie die umliegenden Felspartien sind potentielle Bergkristallfundplätze. Dies erkennt man an den zahlreichen offenen Klüften und Quarzadern. Das Fundgebiet zieht sich weiter nach Osten zu den Tarntalern. Spezielle Fundorte sind jedoch in der Fortsetzung das Klammjoch, die Geierspitze und das Gebiet des Lizumer Reckner. Die Knappenkuchl kann meist schon im Spätfrühling aufgesucht werden.


Fundmöglichkeiten

Mit der Klammalm beginnt bereits das Fundgebiet. Quarzadern in den Felsen ober und unterhalb der Klammalm sind meist kristallin, und die Kluftdichte ist gut. Jedoch sind die Fundmöglichkeiten, auf Grund der leichten Erreichbarkeit bereits eingeschränkt. Was jedoch nicht heißt, dass immer noch gute Funde gemacht werden. Kleine Kristalle findet man noch leicht, im Abraum vor alten Klüften. Bei einer eher zufälligen Grabung, weit unterhalb der Klammalm, in der Kehre mit dem Marterle, fanden wir im Abhang des Baches, sehr schöne Bergkristallgruppen. Auf der Halde des mit Knappenlöchern bestückten Felskopfes der oberen Knappenkuchl ( 2.150 m), bestehen sehr gute Fundmöglichkeiten für Mikromineralien. Es finden sich dort Kupfer-Sekundärmineralien wie, Azurit, Malachit, Fahlerz Kupferkies, Pyrit usw. In der Umgebung der Knappenlöcher können sehr schöne Kupfervererzungen gefunden werden. Besonders schön sind mit schwarzen Hämatitbändern vor. Geschliffene Bänderjaspis ist Sie ein Blickfang in jeder Sammlung.

Bild:Cloritüberzogener Bergkristall Knappenkuchl, Höhe 6 cm


 

Mineralien:

Schöne Bergkristalle auch Stufen, meist wasserklare Kristalle, Bergkristalle mit Phantombildung, Fahlerz, Chalkopyrit und Pyrit, Bornit, Antimonit, Galenit, Baryt, Hämatit, Siderit, Ankerit, Apatit, Dolomit, Calcit, Albit.

Doppelender auf kristallüberzogenem Schwimmer (Größe des Doppelenders 8 cm)

 

Bänderjaspis vom Navisbach geschliffen, 20x10cm


Wissenswertes und Tipps

Östlich der Kammalm, in der oberen Knappenkuchl, (2.150 m, Griffalm ), befinden sich aufgelassene Silber und Kupferminen, welche im 16. und 17. Jahrhundert in Betrieb waren. Die Erze der Knappenkuchl wurden jedoch nach heutigem Wissensstand schon in Vorchristlicher Zeit Abgebaut. Die Bergbautätigkeit ist jedoch nur noch an dem direkt oberhalb des Weges stehendem Felskopf deutlich zu sehen. In der Bergbauhalde wurde auch Mittelalterliches Werkzeug gefunden.

 Calcit, Länge der Stufe 12cm

 

Gute Funde währen immer noch möglich, wenn man die Bereiche über den mit geöffneten Klüften übersäten Felsen, auf der Südseite der Halde durchgraben könnte. Dies ist jedoch strengstens verboten. Wir stoßen jedoch immer wieder auf solche illegalen Grabungen, bei denen der Alboden aufgegraben und zerstört wurde.